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Ana Göldin présente suchmu.ch à BON PIED BON ART
à l'atelier de Maoro _ rue de la Ronde 33 samedi 27 octobre 2012 de 14h à 20h

Ana Göldin présente suchmu.ch à BON PIED BON ART
à l'atelier de Maoro _ rue de la Ronde 33 samedi 27 octobre 2012 de 14h à 20h

deadfish altern-nativ est un collectif artistique basé à La Chaux-de-Fonds, en Suisse, au début du 21e siècle.
présentation _ öchsnerfabrik
dispositif d'installation _ espace concept
retro exhibitions 2007_2008_2009_2010_2011_2012 compost
sugar cAne and other things _
Créateurs d’aujourd’hui, ils façonnent un art du présent à partir de la principale matière première de notre époque : l’électricité. Le web est leur surface de travail, le numérique est leur pigment, l’échantillon est leur pinceau. L’humain, dans sa splendeur et sa folie, reste leur principal sujet.
Issue du pôle art/media de la Haute école d’Art et de Design de Genève, ana göldin (1974) est une artiste vidéaste et touche-à-tout dont le travail s’axe principalement autour de montages d’images saisies dans le vif qui reflètent le chaos tranquille du quotidien. Elle met en perspective ses bricolages numériques dans des dispositifs d’installations et/ou à travers des performances live ou radiophoniques qui servent de passerelles vers son univers.
mnNsk est son partenaire et complice. Il nous emmène dans un univers sonore onirique, viscéral et électronique. Une démarche musicale qui complète cette recherche visuelle et entre en résonance avec elle de manière féconde.
deadfish altern-nativ n’est ni résumable, ni mesurable. Il est recommandé d’en faire l’expérience par soi-même.
Julien Hirt
pseudomorphose II (trailer tskz) from mnnsk on Vimeo.
T_rain (tskz trailer mix) by mnnsk
Centre de Culture ABC _ La Chaux-de-Fonds
prendre des détours _
poser des petits cailloux qui ne soient pas des miettes _

L’électricité nous donne un moyen d’entrer en contact instantanément, comme le cerveau lui-même, avec toutes les facettes de l’être. L’électricité n’est visuelle et acoustique qu’accidentellement : elle est avant tout tactile.
Pour comprendre les médias / Marshall McLuhan
intervention /// lectures ou objets soniques et autres set-live électro /// chroniques radiophoniques /// vidéos régulièrement crées en relation directe avec les événements au cours desquels elles sont projetées /// textes qui tentent la poésie et collages exclusivement à la colle et au cutter [...]
notre principale activité reste l’édition sur le web, les cimaises du XXIe.
Partant, nos principaux lieux d’expositions sont chez vous [...] en savoir plus
>>> öchsnerfabrik _ /// dispositif d’installation >>> espace concept _
nous sommes au tout début, vois-tu. Comme avant toute chose. Avec Mille et un rêves derrière nous et sans acte.
„Du wirst erst dann fertig erstellt sein, wenn du auseinander brichst.“
Dieses von der Künstlerin geschätzte Sufi-Sprichwort ist eine hübsche Synthese von Ana Göldins künstlerischer Tätigkeit und unterstreicht deren Prioritäten und Widersprüche.
Das Prinzip der Collage, in all ihren Formen, steht im Zentrum des Schaffens von Ana. Collagen aus Fotos, aus Zeitschriften ausgeschnitten, dann vermengt und neu gemischt, lassen eine mutierte, subversiv vorhandene Realität hervortreten. Collagen aus kurzen Film-Sequenzen, in einem Augenblick eingefangen und zusammengefügt auf einem Mobiltelefon, wie kleine, in ein Notizbuch gekritzelte Satzfragmente. Collagen aus Wörtern, Einflüssen, Zitaten, welche entliehen, entführt, manchmal sogar bösartig massakriert werden zu organischer und ironischer Poesie. Collagen der Inspirationen auch, diese Schöpfungen von Ana, die sich verflechten mit der Musik von mnNsk, ihrem Alter Ego im „collectif deadfish alter-nativ“.
Vom Anhaften gerät man manchmal ins Abheben. Mittels ihrer Werke will Ana Göldin dich vom sicheren Boden lösen, dich lehren mit deinen Ohren zu fliegen und mit deinen Augen zu hören. Die junge Dame hat gelegentlich eine Vorliebe für die „Demultiplikation von heterokliten, total desynchronisierten Zeitlichkeiten“, oder gar „raum-zeitlichen Nebulositäten, Anhäufungen verblüffender Einzigartigkeiten“. Nein, such nicht, es gibt keine Gebrauchsanweisung. Nicht wendig genug für diese Art von Akrobatik, werden sich einige damit begnügen, ihren Mund zu einem Gähnen zu öffnen oder die Schultern hochzuziehen, was weiter nicht schlimm ist: Auch der Absturz ist Teil des Unterfangens der Künstlerin. Und wenn es dabei Scherben gibt oder ein Teil des Publikums sich unterwegs verläuft – Pech gehabt, tant pis.
Die Kohärenz des Werks entsteht auch aus den Motiven, die es rhythmisieren: Neonlampen, Slogans und zerstückelte Zitate, technologische Objekte, Haufen von Buchumschlägen, köstlich überholte Bilder aus Pop und Kommerz, die so zu Sarkasmus oder Meditation anregen, synthetische Klangteppiche und binäre Schlaginstrumente, Werkeln und Wiederholung. Eine Grammatik, die dir augenblicklich bekannt vorkommt, ist es doch die deines Alltags.
„Kohärenz“, sagt uns dies, ist ein viel zu anständiger Begriff. Ana Göldin (die nicht wirklich Ana Göldin heisst) zieht die Unverschämtheit vor. Das Universum ist ihr Sandkasten, dort kann sie prächtige Schlösser bauen, aber, wenn ihr danach ist, auch alles zerschlagen und dir als Zugabe noch einen Schlag mit dem Rechen geben. Falls du Lust hast, in ihren Kopf einzutreten, musst du bereit sein zum Spielen, und wenn du meinst, ihre Spielregeln begriffen zu haben, hat sie diese vielleicht bereits umgeschrieben. Ja, das kann manchmal nerven.
In ihrer Arbeit konfrontiert dich Ana Göldin mit den Fragmenten einer melancholischen Welt, von überall her zerbrochen, mechanisch und unterdrückend, und stellt dich vor die Herausforderung, deine Fantasie und deine Zuneigung beizugeben. Mögen diese Epoche und ihre merkantilen und technologischen Abenteuer auch schmählich gescheitert sein, die Künstlerin lässt dich darin Orte für winzige Träumereien entdecken, in welchen sie dich mit ihren Ausflügen und Eingebungen zirkulieren lässt. Du kannst dich darin allein fühlen oder dich vor Lachen schütteln (aber ist das nicht eh das Gleiche?).